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Klimaneutralität bis 2045? Stellungnahme zum FLZ-Artikel vom 2.10.21 "Ein düsteres Bild"

R. Kleedörfer von der Firma N-Ergie zeigte in der Bürgermeister-Dienstversammlung sowohl bei der Produktion erneuerbarer Energien wie auch bei deren Verteilung große Probleme auf. "Wir stehen am Ende einer Sackgasse mit der Wand zehn Zentimeter vor Augen" und die Politik müsse schnellstmöglich den "Rechtsrahmen" anpassen, "um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen."

Hierzu äußern sich der Kreisvorsitzende der ÖDP NEA-Bad Windsheim, Harald Kempe und der Ortsvorsitzende der ÖDP Emskirchen, Johannes Maibom, wie folgt:

Die Berichterstattung von Herrn Kleedörfer ist eine Bankrotterklärung zur Energiewende und damit zu dem vereinbarten 1,5° Klimaziel. Dass diese Berichterstattung eine Woche nach der Bundestagswahl kommt, könnte System haben. Die klare Aussage, dass die Klimaziele nicht haltbar sind, beinhaltet erheblichen politischen Sprengstoff.  Es ist nicht zielführend nach Schuldigen zu suchen, da hier von einem kollektiven Versagen der politisch Verantwortlichen auszugehen ist. Die Akteure der regenerativen Stromproduktion haben ihren Anteil zur Energiewende, entgegen der Meinung vieler Skeptiker, mit Bravour erfüllt. Insbesondere Nordbayern als landwirtschaftlich benachteiligte Region wird um die Chance gebracht, den PV Ausbau zügig umzusetzen. Die verantwortlichen Bundesministerien, die Bundesnetzagentur, die Bayerische Staatsregierung oder die Netzbetreiber haben die Energiewende in die Sackgasse geführt. Stromverteilung, Speicherung und damit garantierte Verfügbarkeit wären Pflichtaufgaben gewesen. Und nun – weiter so? Die neue Bundesregierung steht vor ungelösten Aufgaben.